Pflegegrade 1 bis 5: Leistungen beantragen

Informationen über Pflegegrade

Pflegebedürftige Menschen haben durch die Pflege zu Hause die Möglichkeit, in ihrer vertrauten Umgebung zu verweilen und dennoch die erforderliche Betreuung sowie Pflegehilfe zu bekommen. Dafür stehen unterschiedliche Leistungen zur Verfügung, die abhängig vom Pflegegrad genutzt werden können. Sollten Sie noch keinen Pflegegrad besitzen, aber eine Einschränkung im Alltag haben, beantragen Sie noch heute ein Beratungsgespräch und einen Pflegegrad. Jetzt dazu mehr erfahren ➞

Pflegebegutachtung für die Pflegegrad-Einstufung

Um einen Pflegegrad zu erhalten, stellen Sie bei Ihrer Pflegeversicherung einen Antrag auf die Einstufung eines Pflegegrades. Danach fertigt ein Fachmann gemäß dem "Neuen Begutachtungsassessment (NBA)" ein Pflegegutachten an. Bei der Pflegebewertung erhalten Personen mit eingeschränkter Selbstständigkeit bis zu 100 Punkte für die Einstufung. Die Gesamtpunktzahl besteht aus sechs verschiedenen Themengebieten mit unterschiedlicher Gewichtung. Bei der Kinderpflege und bei einer speziellen Bedarfskonstellation sind Ausnahmen zu finden. Die sechs Themengebiete zur Pflegegradbegutachtung sind:

 

  Mobilität: Ist die selbstständige Bewegung möglich und wie gut ist die eigenständige Fortbewegung.

  Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Ist die zeitliche sowie örtliche Orientierung im Alltag möglich. 

  Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: Gibt es ein ängstlicher oder aggressives Verhalten.

▷  Selbstversorgung: Wie gut und eigenständig kann der Pflegebedürftige sich selbst waschen und pflegen.

  Bewältigung mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen: Bedarf es Hilfen. 

  Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Wie selbst- und eigenständig ist der Tagesablauf.

In Vorbereitung auf die Pflegebegutachtung der Pflegegrad-Einstufung empfiehlt sich das Führen eines Pflegetagebuchs.
Hinter jedem der sechs Einstufungskriterien stehen bis zu 16 feste Faktoren, die im Gutachten einzeln bewertet werden müssen. Daraus ergibt sich für jedes Kriterium eine Punktzahl. Zusammengefasst und gewichtet ergeben die Punktzahlen der Kriterien die Gesamtpunktzahl zur Einstufung des Pflegebedürftigen in einen passenden Pflegegrad. Jetzt dazu mehr erfahren ➞


Pflegegeld als finanzieller Zuschuss bei Pflegegrad

Das Pflegegeld zählt zu den bedeutendsten Unterstützungsleistungen für die Pflege zu Hause. Das Pflegegeld erfolgt monatlich und hat den Zweck, die pflegerische Betreuung sowie Pflegehilfe von Verwandten oder anderen nahestehenden Personen zu bezahlen. Das Pflegegeld lässt sich flexibel nutzen und erlaubt es Pflegebedürftigen, ihre Pflege selbst zu organisieren. Das Pflegegeld hängt von dem jeweiligen Pflegegrad ab. Je höher der Pflegegrad ist, umso höher ist das Pflegegeld. Es sollte berücksichtigt werden, dass das Pflegegeld nicht genug ist, um die tatsächlichen Pflegekosten zu decken, sondern nur als Anerkennung für die erbrachte Pflegeleistung. Nachstehend finden Sie eine kurze Darstellung des finanziellen Pflegegeldzuschusses pro Grad mit der Entwicklung der letzten drei Jahre:

  Pflegegrad 1 bedeutet eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit im Alltag.

Stand 2022: Kein Anspruch auf Pflegegeld.
Stand 2023: Kein Anspruch auf Pflegegeld.
Stand 2024: Kein Anspruch auf Pflegegeld.

▷  Pflegegrad 2 beschreibt eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.

Stand 2022: Monatlich 316 Euro.
Stand 2023: Monatlich 316 Euro.
Stand 2024: Monatlich 332 Euro.

 Pflegegrad 3 ist die Einstufung einer schweren Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.
Stand 2022: Monatlich 545 Euro.
Stand 2023: Monatlich 545 Euro.
Stand 2024: Monatlich 572 Euro.

▷  Pflegegrad 4 bedeutete eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.

Stand 2022: Monatlich 728 Euro.
Stand 2023: Monatlich 728 Euro.
Stand 2024: Monatlich 764 Euro.

▷  Pflegegrad 5 ist die schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die Pflegehilfe.

Stand 2022: Monatlich 901 Euro.
Stand 2023: Monatlich 901 Euro.
Stand 2024: Monatlich 946 Euro .


Der Pflegebedürftige, welcher das Pflegegeld in Anspruch nimmt, wird verpflichtet, kontinuierlich von einem Pflegedienst oder einem Pflegeberater beraten zu werden. Über die Verwendung ihres Pflegegeldes dürfen Pflegebedürftige als Empfänger frei entscheiden und es nach ihren Vorstellungen für den Aufwand oder das Engagement von pflegenden Angehörigen bei ihrer häuslichen Pflege, Betreuung sowie Pflegehilfe ausgeben.

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Pflegesachleistungen mit Pflegegrad beantragen

Es ist möglich, neben dem Pflegegeld auch auf Pflegesachleistungen bei einem anerkannten Pflegegrad zurückzugreifen. Zu diesen Leistungen gehört auch die Hilfe bei alltäglichen Pflegeaktivitäten wie Körperpflege, Ernährung und Beweglichkeit. Professionelle Pflegedienste stellen die Pflegesachleistungen zur Verfügung und können auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten werden. Die Pflegesachleistungen werden unmittelbar vom Pflegedienst bezahlt. Außerdem hängt die Höhe der Leistungen vom Pflegegrad ab und wird von der Pflegekasse bestimmt. Um eine Kostenübernahme zu gewährleisten, müssen die Pflegedienste einen Vertrag mit der Pflegekasse abschließen.

Tages- und Nachtpflege bei Pflegegrad

Wenn es nicht möglich ist, die häusliche Betreuung und Pflegehilfe tagsüber oder nachts ausreichend sicherzustellen, kann eine Tages- oder Nachtpflege genutzt werden. Die Pflegebedürftigen in der Tagespflege erhalten während des Tages Betreuung durch qualifizierte Mitarbeiter und haben die Möglichkeit, an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Die Nachtpflege hilft den betreuenden, pflegenden Angehörigen in der Nacht und entlastet sie dadurch. Die Pflegekasse übernimmt die finanziellen Ausgaben für die Tages- und Nachtpflege teilweise. Allerdings müssen die Pflegebedürftigen oder ihre Angehörigen eine Zuzahlung vornehmen. Die exakten Bedingungen und der Betrag der Zuzahlung variieren abhängig von der Pflegekasse und den örtlichen Bedingungen. Wir empfehlen, ein beratendes Gespräch mit Ihrer Krankenkasse zu führen.  

Bei beliebigem Pflegegrad Pflegehilfsmittel und Wohnraumanpassung nutzen

Zur Vereinfachung der Pflege zu Hause können auch Pflegehilfsmittel und Anpassungen des Wohnraums genutzt werden. Pflegeprodukte wie Betten, Rollstühle, Gehhilfen und Inkontinenzmaterial erhalten entweder eine Finanzierung oder werden zum Teil von der Pflegekasse unterstützt. Bauliche Umbaumaßnahmen werden bei der Anpassung des Wohnraums vorgenommen, um die Pflege im Haushalt zu vereinfachen. Das beinhaltet zum Beispiel die Installation von Haltegriffen, die Einrichtung von barrierefreien Zugängen oder die Anpassung des Badezimmers. Die Pflegekasse übernimmt teilweise die Ausgaben für Anpassungen des Wohnraums, aber diese müssen im Voraus beantragt und genehmigt sein.

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