Diabetes: Hilfe und Informationen
Senioren und Pflegebedürftige sind oftmals stärker betroffen. Wir helfen mit Tipps und Hilfestellungen weiter.
Was ist Diabetes?
Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper den Blutzuckerspiegel nicht mehr richtig regulieren kann. Ursache ist entweder ein Insulinmangel oder eine verminderte Wirkung des Hormons Insulin. Dadurch bleibt zu viel Zucker im Blut. Langfristig kann Diabetes Blutgefäße, Nerven, Augen und Organe schädigen. Eine gute Behandlung und regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers helfen, Folgeerkrankungen zu vermeiden.
Welche Formen von Diabetes gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man vor allem zwischen Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Bei Diabetes Typ 1 produziert der Körper kein Insulin mehr und Betroffene müssen lebenslang Insulin spritzen. Diabetes Typ 2 ist deutlich häufiger und tritt meist im höheren Lebensalter auf. Hier reagiert der Körper weniger empfindlich auf Insulin. In der Pflege betrifft die Erkrankung meist Menschen mit Diabetes Typ 2.
Diabetes als Krankheit in der Pflege ausführlich erklärt
Allein in Deutschland werden jedes Jahr über +100.000 Menschen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) diagnostiziert. In erster Linie stellt die Krankheit für viele Menschen eine tägliche Herausforderung dar! Betroffene müssen nämlich lernen, mit Diabetes im Alltag umzugehen und sich der Krankheit entsprechend anzupassen, die fortan das Leben bestimmt. Eine Diabetes kann jedoch mit einer angemessenen medikamentösen Einstellung, einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Lebensstil gut behandelt werden, damit Folgeerkrankungen wie das diabetische Fußsyndrom nicht entstehen können. Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die vornehmlich in der zweiten Lebenshälfte beziehungsweise im Alter auftritt. Ein folgenschwerer Verlauf kann durch Alterungsprozesse in Verbindung mit weiteren Erkrankungen zu einer Pflegebedürftigkeit führen! Diabetes mellitus stellt Angehörige in der Pflege vor besondere Herausforderungen. Diese betreffen neben der Überwachung des Blutzuckers auch die Ernährung sowie einige andere Bereiche der häuslichen Pflege.
Eine konsequente und meist tägliche Regulierung oder Bekämpfung des hohen Blutzuckers ist notwendig, um körperliche Folgeschäden zu vermeiden. Dafür sind Selbstdisziplin, Organisationsfähigkeit und in der Pflege oft Verständnis erforderlich. Durch Demenz oder Depression, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen des Betroffenen, kann die Selbstversorgung nicht oder nur teilweise übernommen werden. Dadurch kommt es in der Pflege darauf an, sorgfältig mit dem Diabetes des Pflegebedürftigen umzugehen. Aber auch physische Einschränkungen hindern häufig an einer gezielten Behandlung von Diabetes. Im Allgemeinen kann Diabetes in allen Lebensabschnitten auftreten, aber der Typ-2-Diabetes tritt oft erst in der zweiten Lebenshälfte auf.
Im Unterschied zu Typ-1-Diabetes, bei dem kein Insulin mehr körpereigen hergestellt wird, produziert die Bauchspeicheldrüse bei Typ-2-Diabetes in der Regel noch geringe Insulinmengen. Dieser Typ zeichnet sich durch eine Insulinresistenz aus. Die Bauchspeicheldrüse gibt zwar Insulin ab, aber es hat keine Wirkung auf die Zellen. Folglich wird der Blutzucker in den Zellen nicht abtransportiert und der Zuckerspiegel erhöht sich. Diese Störung fördert die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse, bis sie schließlich erschöpft ist.
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Krankheitsbild Diabetes in der Pflege
Diabetes mellitus betrifft eine große Anzahl von Personen verschiedener Altersgruppen. Allerdings ist Diabetes nicht gleich Diabetes! Es existieren unterschiedliche Formen oder Arten der Zuckerkrankheit. Je nach Art des Diabetes wird die Behandlung entsprechend durchgeführt. Sind Blutzuckerwerte dauerhaft schlecht eingestellt oder wird Diabetes erst sehr spät erkannt, kommt es zu einer nicht mehr rückgängig zu machenden Schädigung der Blutgefäße und der Nerven, was sich gravierend auf die anderen Körperfunktionen und Organe auswirken kann. Auf Sie kommt bei der Pflege von Angehörigen mit Diabetes eine Reihe von Aufgaben zu. Informieren Sie sich deshalb bei der Kranken- oder Pflegekasse des Pflegebedürftigen, welche Hilfsangebote speziell bei Diabetes zur Verfügung stehen.
Es muss insbesondere geklärt werden, wie die Kassenleistungen für die vielen Hilfsmittel für Diabetiker gestaltet sind. Dazu gehören zum Beispiel Insulinpens, Teststreifen, Stechhilfen oder Blutzuckermessgeräte.
Als Ursachen für den Typ 2 Diabetes gilt eine angeborene oder erworbene Insulinresistenz, die durch Überernährung und Bewegungsmangel mit Fettsucht verstärkt wird. Behandelt wird diese Art der Diabetes durch Gewichtsreduzierung, kaloriengerechte Ernährung, viel Bewegung und passende Medikamente. Dabei stehen unterschiedliche Substanzen zur Verfügung, die differente Wirkungen auf den Kohlenhydratstoffwechsel haben können. Mit Fortschreiten der Stoffwechselstörung und zunehmendem Insulinmangel wird Insulin gespritzt. Generell können Ursachen für eine Diabetes-Entwicklung unter anderem sein:
- Erhöhtes Körpergewicht
- Bewegungsmangel
- Ungesunde Ernährung
- Übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum
- Chronischer Stress
- Alterungsprozess
Beim Typ-2-Diabetes kann durchaus eine Selbstheilung stattfinden. Die Bauchspeicheldrüse kann hier noch kleine Insulinmengen selbst produzieren. Indem Sie sich bei Diabetes Typ-2 gesünder ernähren, Ihr Gewicht normalisieren, Sport treiben und Ihren Blutzucker im Idealfall richtig einstellen, kann gegebenenfalls eine Regenerierung erfolgen. Das bedeutet, dass Sie nicht mehr von Medikamenten abhängig sind, um Ihren Blutzuckerspiegel in einem normalen Maß zu halten.
Diabetes erkennen und handeln können
Um bei Diabetes schnell sowie richtig reagieren zu können, sollten die Symptome für Hypoglykämie und Hyperglykämie (Unterzuckerung und Überzuckerung) bei der Pflege von älteren Menschen genau bekannt sein. Wichtig zu wissen: Blutzuckerschwankungen sind selbst bei gesunden Menschen vollkommen normal. Je nachdem, ob der Blutzucker kurz nach der Nahrungsaufnahme oder später gemessen wird, variiert der Wert bei gesunden Personen zwischen 3,3 und 7,8 mmol/l (60–140 ml pro dl Blut). Besonders die Überzuckerung zu bemerken ist schwierig. Bei einer nicht diagnostizierten Erkrankung kann es Jahre dauern, bis sich die ersten deutlichen körperlichen Beschwerden abzeichnen.
Die Anzeichen einer möglichen Überzuckerung:
- Schwindel und Übelkeit
- Extremes Durstgefühl
- Häufiges Wasserlassen
- Erbrechen und Verwirrtheit
- Müdigkeit gepaart mit Antriebsschwäche
- Der Atem riecht nach Wein oder vergorenem Obst
Eine Unterzuckerung kann verschiedene Symptome auslösen:
- Konzentrationsstörungen und Kopfweh
- Schneller Puls, oft auch Unruhe
- Angstgefühl oder Nervosität
- Kalter Schweiß und blasse Gesichtsfarbe
- Weiche Knie und Zittern
- Heißhunger
Unser Tipp und Hinweis:
Während bei jungen betroffenen Personen mit Diabetes-Typ-1 noch vermehrt auf die Ernährung geachtet wird, ist bei älteren Menschen mit Diabetes-Typ-2 die Ernährung etwas unwesentlicher. Bedeutet: Isst der betroffene Typ-2-Diabetiker am Nachmittag ein Stück Kuchen, wird die Insulindosis entsprechend angepasst.
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Was pflegende Angehörige unbedingt wissen sollten
Wenn ein naher Angehöriger an Diabetes erkrankt ist und auf Unterstützung im Alltag angewiesen ist, stehen pflegende Angehörige vor vielen neuen Herausforderungen. Diabetes gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland und betrifft besonders häufig ältere Menschen. In der häuslichen Pflege spielt Diabetes deshalb eine große Rolle, denn die Erkrankung beeinflusst Ernährung, Medikamentengabe, Bewegung und den gesamten Tagesablauf.
Für pflegende Angehörige ist es wichtig, die Grundlagen von Diabetes zu verstehen und typische Risiken zu kennen. Nur so können Sie Ihre Angehörigen sicher unterstützen und mögliche Komplikationen frühzeitig erkennen. Gleichzeitig bedeutet die Pflege eines Menschen mit Diabetes nicht, dass der Alltag ausschließlich von der Erkrankung bestimmt werden muss. Mit Wissen, Struktur und Aufmerksamkeit lässt sich Diabetes meist gut in den Pflegealltag integrieren. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen ausführlich, was Diabetes genau ist, welche Besonderheiten in der Pflege wichtig sind und worauf Sie im Alltag besonders achten sollten.
Warum Diabetes die Pflege beeinflusst
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper den Blutzucker nicht mehr richtig regulieren kann. Normalerweise sorgt das Hormon Insulin dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen gelangt und dort als Energie genutzt wird. Bei Diabetes funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr ausreichend. Es gibt verschiedene Formen von Diabetes, doch in der häuslichen Pflege spielt vor allem Diabetes Typ 2 eine Rolle. Diese Form entwickelt sich häufig im höheren Lebensalter. Der Körper produziert zwar noch Insulin, kann es jedoch nicht mehr richtig nutzen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel dauerhaft an.
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann langfristig viele Organe schädigen. Besonders betroffen sind häufig:
- Blutgefäße
- Nerven
- Augen
- Nieren
- Herz und Kreislauf
Genau deshalb ist ein guter Umgang mit Diabetes in der Pflege so wichtig. Wird Diabetes nicht ausreichend kontrolliert, können sich Folgeerkrankungen entwickeln, die den Pflegebedarf erheblich erhöhen. In der häuslichen Pflege bedeutet Diabetes vor allem, dass regelmäßig der Blutzucker kontrolliert werden muss und bestimmte Regeln bei Ernährung und Medikamenten gelten. Gleichzeitig müssen pflegende Angehörige lernen, Warnzeichen für Über- oder Unterzuckerung zu erkennen. Viele ältere Menschen leben schon seit Jahren mit Diabetes, bevor sie pflegebedürftig werden. Mit zunehmender Pflegebedürftigkeit kann es jedoch schwieriger werden, die Erkrankung selbstständig zu managen. Genau hier wird die Unterstützung durch pflegende Angehörige besonders wichtig.
Diabetes im Pflegealltag verstehen – Blutzucker und Medikamente
Damit Diabetes gut kontrolliert werden kann, spielt eine klare Tagesstruktur eine wichtige Rolle. In der Pflege bedeutet das oft, feste Abläufe für Mahlzeiten, Blutzuckermessung und Medikamentengabe einzuhalten. Der Blutzuckerwert zeigt an, wie viel Zucker sich im Blut befindet. Bei Diabetes schwankt dieser Wert stärker als bei gesunden Menschen. Zu hohe oder zu niedrige Werte können Beschwerden verursachen und sollten möglichst vermieden werden.
Viele Menschen mit Diabetes müssen regelmäßig ihren Blutzucker messen. Dabei wird meist mit einer kleinen Lanzette ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe gewonnen und mit einem Messgerät analysiert. Für pflegende Angehörige gehört diese Messung häufig zum täglichen Pflegeablauf. Neben der Blutzuckerkontrolle spielen Medikamente eine zentrale Rolle. Je nach Form und Schweregrad des Diabetes kann die Behandlung unterschiedlich aussehen. Manche Betroffene nehmen Tabletten ein, andere benötigen Insulin. Insulin wird meist mit speziellen Pens unter die Haut gespritzt. Für pflegende Angehörige kann das anfangs ungewohnt sein, doch nach einer kurzen Einweisung durch Arzt oder Pflegefachkraft lässt sich diese Aufgabe meist gut erlernen. Besonders wichtig ist, dass die Insulingabe immer zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Wenn Insulin verabreicht wird, ohne dass anschließend eine Mahlzeit erfolgt, kann der Blutzucker zu stark absinken. Deshalb müssen Medikamentengabe und Ernährung bei Diabetes immer gut aufeinander abgestimmt sein. Auch Stress, Infekte oder Bewegungsmangel können den Blutzucker beeinflussen. In der Pflege ist es daher hilfreich, Veränderungen im Gesundheitszustand aufmerksam zu beobachten.
Ernährung bei Diabetes – worauf Sie in der Pflege achten sollten
Die Ernährung spielt bei Diabetes eine besonders wichtige Rolle. Viele pflegende Angehörige machen sich Sorgen, dass ihre Angehörigen auf viele Lebensmittel verzichten müssen. In Wirklichkeit geht es jedoch weniger um strenge Verbote als um eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung. Menschen mit Diabetes sollten möglichst gleichmäßige Mahlzeiten zu festen Zeiten erhalten. Große Schwankungen oder sehr zuckerreiche Lebensmittel können den Blutzucker schnell ansteigen lassen. Eine ausgewogene Ernährung bei Diabetes besteht meist aus einer Kombination aus komplexen Kohlenhydraten, Eiweiß und gesunden Fetten. Vollkornprodukte, Gemüse und ballaststoffreiche Lebensmittel sorgen dafür, dass der Blutzucker langsamer ansteigt. Auch ausreichend Flüssigkeit ist wichtig. Besonders ältere Menschen trinken oft zu wenig, was sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken kann.
Im Pflegealltag kann es helfen, einige grundlegende Ernährungsregeln zu beachten:
- regelmäßige Mahlzeiten mit möglichst festen Zeiten
- bevorzugt Vollkornprodukte statt stark verarbeiteter Kohlenhydrate
- ausreichend Gemüse und ballaststoffreiche Lebensmittel
- möglichst wenig stark zuckerhaltige Getränke
- moderate Portionsgrößen, um starke Blutzuckerschwankungen zu vermeiden
Wichtig ist jedoch auch die Lebensqualität. Gerade im höheren Alter sollte Diabetes nicht dazu führen, dass Essen ausschließlich als medizinische Pflicht betrachtet wird. Kleine Genussmomente können weiterhin Teil des Alltags sein, solange sie in den Gesamtplan der Ernährung integriert werden.
Wenn Ihr Angehöriger zusätzlich unter Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust leidet, sollte die Ernährung gemeinsam mit dem Hausarzt oder einer Ernährungsberatung angepasst werden. In solchen Situationen kann eine zu strenge Diabetes-Diät sogar problematisch sein.
Typische Risiken und Komplikationen bei Diabetes erkennen
In der Pflege eines Menschen mit Diabetes ist es besonders wichtig, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Zwei akute Probleme treten besonders häufig auf: Unterzuckerung und Überzuckerung. Eine Unterzuckerung entsteht, wenn der Blutzucker zu stark absinkt. Das kann beispielsweise passieren, wenn Insulin verabreicht wurde, aber zu wenig gegessen wurde. Typische Anzeichen einer Unterzuckerung können sein:
- Zittern oder Schwitzen
- plötzlich auftretende Schwäche
- Verwirrtheit oder Konzentrationsprobleme
- Blässe oder Herzklopfen
- ungewöhnliche Müdigkeit
In schweren Fällen kann eine Unterzuckerung sogar zu Bewusstlosigkeit führen. Deshalb sollten pflegende Angehörige schnell reagieren und dem Betroffenen beispielsweise Traubenzucker oder ein zuckerhaltiges Getränk geben. Eine Überzuckerung entsteht dagegen, wenn der Blutzucker über längere Zeit zu hoch bleibt. Die Symptome entwickeln sich meist langsamer. Betroffene fühlen sich oft sehr müde, haben starken Durst oder müssen häufig zur Toilette.
Langfristig kann schlecht eingestellter Diabetes verschiedene Folgeerkrankungen verursachen. Dazu gehören beispielsweise Nervenschäden, Durchblutungsstörungen oder Augenprobleme.Besonders wichtig ist auch der sogenannte diabetische Fuß. Durch Nervenschäden können kleine Verletzungen an den Füßen unbemerkt bleiben und sich entzünden. In der Pflege sollten die Füße deshalb regelmäßig kontrolliert werden.
Eine gute Fußpflege gehört bei Diabetes daher fest zum Pflegealltag. Schon kleine Druckstellen oder Rötungen sollten ernst genommen werden. Wenn Wunden entstehen, sollten diese möglichst früh medizinisch behandelt werden.
Diabetes in der häuslichen Pflege – praktische Tipps für Angehörige
Die Pflege eines Menschen mit Diabetes kann zunächst komplex wirken. Mit etwas Erfahrung entwickelt sich jedoch meist eine Routine, die den Alltag deutlich erleichtert. Wichtig ist vor allem eine gute Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegekräften und Diabetesberatern. Diese Fachpersonen können pflegende Angehörige schulen und wertvolle Tipps geben. Ein strukturierter Tagesablauf hilft vielen Pflegebedürftigen dabei, ihren Diabetes stabil zu halten. Regelmäßige Mahlzeiten, feste Zeiten für Medikamente und eine ruhige Umgebung können den Stoffwechsel positiv beeinflussen. Auch Bewegung spielt eine Rolle. Selbst leichte Aktivitäten wie Spaziergänge können helfen, den Blutzucker zu regulieren. Natürlich sollte Bewegung immer an den Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person angepasst werden. Darüber hinaus können einige praktische Maßnahmen den Pflegealltag erleichtern:
- Blutzuckerwerte regelmäßig dokumentieren
- Medikamente übersichtlich vorbereiten
- Mahlzeiten möglichst zu festen Zeiten anbieten
- Veränderungen im Verhalten oder Befinden aufmerksam beobachten
- regelmäßige Arzttermine wahrnehmen
Ein Pflegetagebuch kann ebenfalls hilfreich sein. Darin können Sie Blutzuckerwerte, Medikamentengaben, besondere Ereignisse oder gesundheitliche Veränderungen festhalten. Diese Informationen helfen Ärzten dabei, den Diabetes besser einzustellen.
Auch technische Hilfsmittel können unterstützen. Moderne Blutzuckermessgeräte, Insulinpens oder kontinuierliche Glukosemesssysteme erleichtern vielen Menschen mit Diabetes den Alltag.
Warum Wissen über Diabetes Sicherheit in der Pflege gibt
Für pflegende Angehörige kann die Verantwortung für einen Menschen mit Diabetes zunächst belastend wirken. Viele haben Angst, etwas falsch zu machen oder wichtige Warnzeichen zu übersehen. Doch mit dem richtigen Wissen wächst die Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung. Je besser Sie Diabetes verstehen, desto leichter fällt es Ihnen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig gewinnen auch die pflegebedürftigen Angehörigen mehr Sicherheit, wenn sie wissen, dass ihre Betreuungsperson mit Diabetes vertraut ist. Es ist völlig normal, Fragen zu haben oder sich anfangs unsicher zu fühlen. Scheuen Sie sich deshalb nicht, medizinischen Rat einzuholen oder an Schulungen teilzunehmen. Viele Krankenkassen und Diabeteszentren bieten spezielle Kurse für Angehörige an. Auch der Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen kann hilfreich sein. Viele Erfahrungen im Umgang mit Diabetes lassen sich am besten durch Gespräche mit Menschen lernen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie sich selbst nicht überfordern. Die Pflege eines Menschen mit Diabetes ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Unterstützungsangebote wie ambulante Pflegedienste oder Beratungsstellen können dabei helfen, den Alltag zu entlasten. Mit Geduld, Wissen und guter Organisation lässt sich Diabetes meist gut in den Pflegealltag integrieren. So können Sie dazu beitragen, dass Ihr Angehöriger trotz der Erkrankung möglichst lange ein stabiles und selbstbestimmtes Leben führen kann.
Häufige Fragen
Welche Rolle spielt Ernährung bei Diabetes?
Welche Symptome können bei Diabetes auftreten?
Warum ist Diabetes in der Pflege besonders wichtig?
Was ist eine Unterzuckerung bei Diabetes?
Was ist eine Überzuckerung bei Diabetes?
Wie oft sollte der Blutzucker gemessen werden?
Pflegehilfe für Angehörige
Pflegehilfe ist alles, was den Pflegealltag erleichtert, sicherer macht sowie pflegende Angehörige nachhaltig entlastet.
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