Lungenentzündung: Hilfe und Information

Lungenentzündung: Hilfe und Information

Senioren und Pflegebedürftige sind oftmals stärker betroffen. Wir helfen mit Tipps und Hilfestellungen weiter.

Was ist eine Lungenentzündung?

Die Lungenentzündung (medizinisch: Pneumonie) ist eine akute oder auch chronische Entzündung des Lungengewebes. Sie gehört zu den häufigsten und gleichzeitig ernstzunehmenden Erkrankungen – insbesondere bei älteren Menschen oder pflegebedürftigen Personen. Für pflegende Angehörige ist es daher besonders wichtig, die Lungenentzündung frühzeitig zu erkennen, richtig einzuordnen und entsprechend zu handeln.

Bei einer Lungenentzündung entzünden sich die Lungenbläschen (Alveolen) und das umliegende Gewebe. Diese Strukturen sind entscheidend für den Sauerstoffaustausch im Körper. Sind sie durch eine Lungenentzündung beeinträchtigt, gelangt weniger Sauerstoff ins Blut – was zu Atemnot und weiteren Komplikationen führen kann. Die Ursachen für eine Lungenentzündung sind vielfältig. Am häufigsten wird sie durch Bakterien ausgelöst, aber auch Viren, Pilze oder eingeatmete Schadstoffe können eine Lungenentzündung hervorrufen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, immungeschwächte Personen sowie Pflegebedürftige, die bettlägerig sind oder unter Schluckstörungen leiden. Für Sie als pflegende Angehörige bedeutet das: Eine Lungenentzündung ist nicht nur eine „Erkältung mit Husten“, sondern eine ernsthafte Erkrankung, die schnelles und umsichtiges Handeln erfordert.

Ursachen und Risikofaktoren einer Lungenentzündung in der Pflege

Gerade im Pflegealltag tritt eine Lungenentzündung häufiger auf als bei gesunden, mobilen Menschen. Das liegt vor allem an bestimmten Risikofaktoren, die bei pflegebedürftigen Personen verstärkt vorkommen. Ein zentraler Auslöser ist die sogenannte Aspirationspneumonie. Dabei gelangen Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel in die Atemwege und lösen dort eine Lungenentzündung aus. Dies passiert häufig bei Menschen mit Schluckstörungen, wie sie etwa nach einem Schlaganfall oder bei Demenz auftreten.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist Bewegungsmangel. Wenn Pflegebedürftige viel liegen oder kaum aktiv sind, wird die Lunge schlechter belüftet. Sekrete können sich ansammeln und bieten einen idealen Nährboden für Keime – eine Lungenentzündung kann sich dadurch leichter entwickeln. Auch ein geschwächtes Immunsystem spielt eine große Rolle. Viele ältere oder kranke Menschen haben eine reduzierte Abwehrkraft, wodurch Krankheitserreger leichter eine Lungenentzündung verursachen können. Typische Risikofaktoren für eine Lungenentzündung im Pflegekontext sind:

  •  Bettlägerigkeit oder eingeschränkte Mobilität 
  •  Schluckstörungen (Dysphagie) 
  •  Chronische Erkrankungen (z. B. COPD, Herzinsuffizienz) 
  •  Geschwächtes Immunsystem 
  •  Mangelernährung oder Flüssigkeitsmangel 
  •  Unzureichende Mundhygiene 
  •  Rauchen oder frühere Lungenerkrankungen 


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Lungenentzündung als Krankheit in der Pflege erklärt

Die Lungenentzündung ist auf der ganzen Welt die tödlichste Infektionskrankheit. Nicht nur können bei älteren Menschen Infektionen zu Lungenentzündungen führen, sondern auch viele andere Faktoren fördern die Entstehung einer Entzündung in der Lunge. Die Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine der häufigsten Infektionen im höheren Alter. Sie verläuft oft atypisch ohne erkennbare Krankheitszeichen und macht die frühzeitige Behandlung oftmals schwierig.

Menschen mit alters- und krankheitsbedingten Funktionseinbußen des Lungengewebes (z. B. symptomloses Altersemphysem [Lungenüberblähung], Altersasthma) oder allgemeiner Immunschwäche, insbesondere bettlägerige Menschen, sind von einer Lungenentzündung am stärksten betroffen. Bei bettlägerige Pflegebedürftigen ist die Atmung beim Liegen in der Regel nur oberflächlich, wodurch die tiefer gelegenen Lungenbereiche nicht genügend durchlüftet werden.

Weitere Faktoren haben dann eine weitere erschwerende Wirkung:

  • Da der natürliche Hustenreflex, der bei jüngeren, gesunden Menschen die Bronchien reinigt, durch die Alterungsvorgänge verringert ist, ist die Schleimabhustung bei älteren Menschen oft nicht ausreichend. 
  • Das Übergreifen von Infektionen der Bronchien auf das Lungengewebe wird durch eine generell verminderte Abwehrkraft vereinfacht.
  • Eine durch die Pilze (Candida albicans) verursachte Lungenentzündung kann ebenfalls durch Mundsoor verursacht werden.
  • Wenn Schleim, Erbrochenes oder Nahrungsrückstände durch Ansaugen oder Schlucken in die Lunge geraten, handelt es sich schließlich um eine sogenannte Aspirationspneumonie.


Die Ursache für eine Entzündung der Lungenbläschen oder des umliegenden Gewebes sind in der Regel Bakterieninfektionen. Viren oder Pilze können im höheren Alter aber auch für eine Lungenentzündung verantwortlich sein. Die Entzündung führt normalerweise zu Symptomen wie Husten, Atembeschwerden und genereller Schwäche. Menschen mit eingeschränktem Immunsystem, Pflegebedürftige und ältere Betroffene sind im Allgemeinen von einer schweren Lungenentzündung bedroht. Die Behandlung der Lungenentzündung muss daher so schnell wie möglich durchgeführt werden.

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Symptome erkennen: So äußert sich eine Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung kann sich sehr unterschiedlich zeigen – besonders bei älteren Menschen verlaufen die Symptome oft weniger typisch. Während jüngere Menschen meist mit hohem Fieber und starkem Husten reagieren, sind die Anzeichen bei Pflegebedürftigen häufig unspezifischer. Das macht die frühzeitige Erkennung einer Lungenentzündung im Pflegealltag schwieriger, aber umso wichtiger. Typische Symptome einer Lungenentzündung sind:

  •  Husten (mit oder ohne Auswurf) 
  •  Fieber oder Untertemperatur 
  •  Atemnot oder schnelle Atmung 
  •  Brustschmerzen beim Atmen 
  •  Allgemeine Schwäche und Erschöpfung 


Bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen können zusätzlich folgende Anzeichen auf eine Lungenentzündung hinweisen:

  •  Verwirrtheit oder plötzliche geistige Veränderungen 
  •  Appetitlosigkeit (keinen Hungern haben)
  •  Verschlechterung des Allgemeinzustands 
  •  Stürze oder erhöhte Unsicherheit beim Gehen 


Gerade diese unspezifischen Symptome werden häufig unterschätzt. Eine Lungenentzündung kann sich also auch „still“ entwickeln, ohne dass sofort typische Krankheitszeichen auftreten. Für Sie bedeutet das: Achten Sie auf Veränderungen im Verhalten oder Zustand der pflegebedürftigen Person. Oft sind es kleine Hinweise, die auf eine beginnende Lungenentzündung hindeuten.

Behandlung und Pflege bei einer Lungenentzündung

Wird eine Lungenentzündung diagnostiziert, ist eine schnelle und angemessene Behandlung entscheidend. Je nach Ursache und Schweregrad erfolgt die Therapie ambulant oder im Krankenhaus. Bei bakteriellen Infektionen wird die Lungenentzündung in der Regel mit Antibiotika behandelt. Bei viralen Ursachen stehen eher symptomlindernde Maßnahmen im Vordergrund. Wichtig ist in jedem Fall eine enge ärztliche Begleitung. Doch auch Sie als pflegende Angehörige spielen eine zentrale Rolle bei der Genesung. Ihre Unterstützung kann maßgeblich dazu beitragen, dass sich die Lungenentzündung nicht verschlimmert.

Wichtige Maßnahmen in der häuslichen Pflege bei einer Lungenentzündung sind:

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Sie hilft, den Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern. 
  • Lagerung und Mobilisation: Regelmäßiges Umlagern oder Aufsetzen unterstützt die Belüftung der Lunge. 
  • Atemübungen: Diese fördern die Lungenfunktion und beugen Komplikationen vor. 
  • Medikamenteneinnahme überwachen: Achten Sie darauf, dass verordnete Medikamente korrekt eingenommen werden. 
  • Beobachtung des Zustands: Veränderungen sollten Sie sofort ärztlich abklären lassen. 


Besonders wichtig ist die richtige Lagerung. Eine leicht erhöhte Oberkörperposition erleichtert das Atmen und kann bei einer Lungenentzündung deutlich zur Entlastung beitragen. Auch Inhalationen oder das Abklopfen des Rückens (Sekretmobilisation) können helfen, den Schleim zu lösen – jedoch nur nach ärztlicher Rücksprache. Eine Lungenentzündung kann sich schnell verschlechtern. Zögern Sie daher nicht, bei Atemnot, hohem Fieber oder deutlicher Verschlechterung des Zustands medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Vorbeugung: So können Sie eine Lungenentzündung vermeiden

Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich eine Lungenentzündung durch gezielte Maßnahmen verhindern. Gerade im Pflegealltag haben Sie als Angehörige viele Möglichkeiten, aktiv vorzubeugen. Ein zentraler Punkt ist die Mobilität. Selbst kleine Bewegungen oder das regelmäßige Aufsetzen im Bett können helfen, die Lunge zu belüften und einer Lungenentzündung vorzubeugen. Ebenso wichtig ist die Mundhygiene. Bakterien aus dem Mundraum können in die Lunge gelangen und dort eine Lungenentzündung auslösen. Eine gründliche tägliche Pflege reduziert dieses Risiko erheblich.

Auch die richtige Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr stärken das Immunsystem und helfen, eine Lungenentzündung zu verhindern.
Weitere wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung einer Lungenentzündung sind:

  •  Regelmäßiges Lüften der Räume 
  •  Vermeidung von Zugluft und Unterkühlung 
  •  Impfungen (z. B. gegen Pneumokokken oder Grippe) 
  •  Frühzeitige Behandlung von Atemwegserkrankungen 
  •  Unterstützung bei Atemübungen 


Besonders bei bettlägerigen Personen sollten Sie auf eine regelmäßige Umlagerung achten. Dies verhindert nicht nur Druckstellen, sondern auch die Entstehung einer Lungenentzündung. Auch das Thema Schlucken verdient besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie bemerken, dass die pflegebedürftige Person häufig hustet oder sich verschluckt, sollten Sie dies ärztlich abklären lassen. Eine unerkannte Schluckstörung kann schnell zu einer Lungenentzündung führen.

Fazit: Wachsamkeit und Wissen schützen vor einer Lungenentzündung

Die Lungenentzündung ist eine ernsthafte Erkrankung, die im Pflegealltag eine große Rolle spielt. Gerade für pflegende Angehörige ist es wichtig, gut informiert zu sein und frühzeitig zu handeln. Indem Sie die Ursachen, Symptome und Risikofaktoren einer Lungenentzündung kennen, können Sie gezielt vorbeugen und im Ernstfall richtig reagieren. Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Engagement sind entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Gesundheit der pflegebedürftigen Person zu schützen. Eine Lungenentzündung entwickelt sich oft schleichend – doch mit dem richtigen Wissen können Sie frühzeitig gegensteuern. Achten Sie auf Veränderungen, fördern Sie die Mobilität und sorgen Sie für eine gute Pflege im Alltag.

Häufig gestellte Fragen

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