Händedesinfektion in der Pflege nutzen

Händedesinfektion in der Pflege nutzen

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Händedesinfektion in der Pflege als Pflegehilfsmittel 

Sofern die Pflege zu Hause im häuslichen Umfeld stattfindet und ein Pflegegrad von 1 oder höher vorliegt, sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wie die Schutzschürze kostenlos. Denn Sie oder ein Angehöriger mit Pflegegrad haben einen gesetzlichen Anspruch auf zuzahlungsfreie Pflegehilfsmittel in der monatlichen Pflegebox – zu 100 % von den Pflegekassen in den Kosten übernommen, jeden Monat! Die Pflegehilfsmittel-Liste wird von der GKV (Spitzenverband der Krankenkassen) gestellt und beinhaltet unter anderem die Händedesinfektion in der Pflege.

Wann steht Ihnen selbst oder einem pflegebedürftigen Angehörigen, für den Sie tätig werden können sowie gesetzlich dürfen, eine kostenlose Pflegebox mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch mit einer gratis Lieferung frei Haus an die Wunschadresse zu:
✓  Sie haben selbst oder pflegen eine Person mit einem Pflegegrad von 1 oder höher 
✓  Die Pflege findet im eigenen Wohnumfeld und befindet sich in Deutschland

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Händedesinfektion in der Pflege

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch auswählen und kostenlose Pflegebox beantragen

Welche Pflegehilfsmittel stehen zur Wahl:
▷  Bettschutz oder Krankenunterlagen

▷  OP Mundschutz oder FFP2-Maske

▷  Fingerlinge oder Einmalhandschuhe

▷  Desinfektionsmittel für Hände & Fläche

▷  Schutzschürzen für Kleidungsstücke 

Händedesinfektion im Detail erklärt

Bei der Behandlung von kranken oder immungeschwächten Pflegebedürftigen ist eine angemessene Händedesinfektion unverzichtbar! Dabei gibt es die Desinfektion in flüssiger Form als Mittel oder als Händedesinfektionstuch zur schnellen einfachen Anwendung. Um die Übertragung von Keimen und Viren über die Mensch-zu-Mensch-Ansteckung zu verhindern, ist die Händedesinfektion in der Pflege von großer Bedeutung. Eine 30-sekündige Händedesinfektion kann über 80% aller Ansteckungen verhindern. Auf diese Weise werden nicht nur Infektionsketten schwerwiegender Krankheiten verhindert,  sondern mit der Händedesinfektion werden auch Todesfällen unterbunden, die durch mangelnde Hygiene auftreten können. Für einen angemessenen Schutz vor Keimen und Infektionserregern sind die folgenden Wirkungsbereiche die Mindestanforderungen für Händedesinfektion:

  • Bakterizid: Bakterien bekämpft effektiv
  • Levurozid: Bekämpft Hefepilze effektiv
  • Viruzid: Gegen unbehüllte und behüllte Viren effektiv


Einige Mittel zur Desinfektion der Hände haben nur einen begrenzten Anwendungsbereich, zum Beispiel nur gegen Adeno- und Rotaviren sowie Hepatitis- oder HIV. Es gibt gesonderte Vorschriften und Zusammensetzungen für die chirurgische Händedesinfektion, die in der Pflege selten angewendet werden. Händedesinfektionsmittel, die mit Ethanol oder einer Kombination von Milchsäure und Harnsäure versetzt sind, helfen gegen unbehüllte Viren. 
Eine angemessene Hygiene ist für einen bestmöglichen Schutz vor Erregern entscheidend, besonders in der Pflege! Dafür sollten die Hände nicht gerissen sein und auch Fingernägel unterliegen ebenfalls bestimmten Vorschriften bezüglich der Länge. Um sicherzustellen, dass die Nägel vollständig geschützt sind, ist es ratsam, sie so kurz wie möglich zu schneiden und mit den Fingerkuppen abzuschließen. Die richtige Händedesinfektion wird durch künstliche Fingernägel, Gelnägel oder aufgeklebte Nägel in der Pflege nicht ermöglicht.

Die wesentlichen Schritte der Händedesinfektion mit Flüssigmittel oder Tuch

Der größte Fehler, der bei der Hygiene und Sauberkeit gemacht werden können, ist das Missachten der richtigen Einwirkzeiten der entsprechenden Desinfektionsmittel. Außerdem können Benetzungslücken auftreten, die es Keimen ermöglichen, an bestimmten Stellen des Organismus einzudringen, wenn die wesentlichen Schritte der Händedesinfektion nicht beachtet werden. Um diesem entgegenzuwirken, entstand eine Einreibemethode gemäß dem Hygienestandard EN 1500, die eine korrekte Desinfektion in sechs Schritten gewährleistet.

  • Desinfektionsmittel auf den Handflächen ausreichen verteilen und anschließend beide Handflächen aufeinander reiben. Die Handgelenke nicht vergessen!
  • Abwechselnd mit der linken Hand über den rechten Handrücken reiben sowie umgekehrt mit der linken Hand über den rechten Handrücken. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Fingern nicht vergessen zu desinfizieren.
  • Die Handinnenflächen im Anschluss mit verschränkten und geöffneten Fingern gegeneinander reiben und ebenfalls desinfizieren.
  • Nun werden die Außenseiten der Finger auf die gegenüberliegende Handfläche gelegt und gemeinsam miteinander verschränkt.
  • Mit den Daumen beider Hände umschließen Sie mit der jeweils anderen Hand und reiben ihn ein.
  • Die Fingerkuppen desinfizieren Sie, indem Sie sie in die Handinnenfläche der freien Hand legen und so einreiben.

Händedesinfektion in der Pflege: Bedeutung für Angehörige

Die Händedesinfektion in der Pflege ist einer der wichtigsten Schritte, um Infektionen zu vermeiden und die Gesundheit von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen zu schützen. Gerade im häuslichen Umfeld, wo professionelle Hygienestandards nicht selbstverständlich sind, spielt die richtige Händehygiene eine entscheidende Rolle. Pflegebedürftige Menschen haben häufig ein geschwächtes Immunsystem und reagieren empfindlicher auf Keime, Bakterien oder Viren. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige wissen, wann und wie eine fachgerechte Händedesinfektion in der Pflege durchzuführen ist und welche Produkte geeignet sind. 
 

Warum Händedesinfektion in der Pflege so wichtig ist 

Die Händedesinfektion in der Pflege dient in erster Linie dem Schutz vor Krankheitserregern, die über die Hände übertragen werden. Im Alltag kommen Hände mit unzähligen Oberflächen, Gegenständen und Flüssigkeiten in Berührung. Dadurch sammeln sich Keime an, die bei engem Kontakt mit Pflegebedürftigen leicht weitergegeben werden können. Besonders bei der Pflege zu Hause, wo pflegende Angehörige häufig auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernehmen, steigt die Gefahr einer Keimverschleppung. Eine einfache Handwäsche mit Wasser und Seife reicht oft nicht aus, um diese Mikroorganismen vollständig zu beseitigen. Viele Bakterien, Pilze und Viren sind widerstandsfähig und überleben auf der Haut – teilweise über Stunden hinweg. Nur eine gezielte Händedesinfektion in der Pflege kann sicherstellen, dass krankmachende Erreger abgetötet werden. Dies ist insbesondere dann entscheidend, wenn Pflegebedürftige offene Wunden haben, Blasenkatheter tragen, künstlich ernährt werden oder unter chronischen Krankheiten wie Diabetes leiden. Auch während der Erkältungszeit oder bei Magen-Darm-Infekten ist die konsequente Händedesinfektion der wirksamste Schutz vor Ansteckung. Darüber hinaus schützt die Händedesinfektion nicht nur den Pflegebedürftigen, sondern auch die Angehörigen selbst. Wer regelmäßig pflegt, ist einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Eine sorgfältige Händedesinfektion in der Pflege reduziert dieses Risiko erheblich und trägt dazu bei, dass Pflegealltag und Familienleben gesund und sicher bleiben.

Pflegehilfsmittel generell

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Pflegebox im Allgemeinen

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Richtige Anwendung der Händedesinfektion in der Pflege 

Die Wirksamkeit einer Händedesinfektion in der Pflege hängt entscheidend von der richtigen Durchführung ab. Viele Menschen wenden Desinfektionsmittel zwar regelmäßig an, machen dabei jedoch kleine, aber entscheidende Fehler. Damit die Desinfektion tatsächlich zuverlässig wirkt und die Pflegehygiene eingehalten wird, sollten einige Grundregeln beachtet werden.

Auswahl des richtigen Desinfektionsmittels 

Für die Pflege zu Hause eignen sich alkoholbasierte Händedesinfektionsmittel mit breitem Wirkungsspektrum. Sie sollten als „begrenzt viruzid“ oder „begrenzt viruzid PLUS“ gekennzeichnet sein. Diese Mittel wirken gegen Bakterien, Pilze und die meisten Viren, darunter Influenza- und Coronaviren. Produkte mit dieser Kennzeichnung sind im Handel, in Apotheken oder in Pflegehilfsmittelboxen erhältlich. Wichtig ist, dass das Mittel von der Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH) empfohlen wird. So ist sichergestellt, dass es nachweislich wirksam ist und für den Pflegebereich zugelassen wurde.

Zeitpunkt der Händedesinfektion in der Pflege 

Es gibt bestimmte Situationen, in denen eine Händedesinfektion unbedingt erfolgen sollte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert dafür fünf sogenannte „Momente der Händehygiene“, die auch im häuslichen Bereich sinnvoll sind: 

  1. Vor dem Kontakt mit dem Pflegebedürftigen – zum Beispiel vor dem Füttern, Lagern oder Berühren der Haut.
  2. Vor aseptischen Tätigkeiten – etwa beim Wechseln eines Katheters, beim Umgang mit Wunden oder bei der Medikamentengabe.
  3. Nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten – zum Beispiel nach dem Waschen, Windelwechseln oder Husten.
  4. Nach Kontakt mit dem Pflegebedürftigen – auch wenn dieser äußerlich gesund wirkt.
  5. Nach Kontakt mit der unmittelbaren Umgebung des Pflegebedürftigen – etwa nach dem Berühren von Bettgittern, Nachttischen oder medizinischen Geräten.


Darüber hinaus ist die Händedesinfektion in der Pflege immer dann erforderlich, wenn die Hände sichtbar verschmutzt sind oder ein Wechsel zwischen pflegerischen und haushaltsnahen Tätigkeiten erfolgt. Auch nach dem Kontakt mit Haustieren oder Lebensmitteln ist eine erneute Desinfektion sinnvoll.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur richtigen Desinfektion der Hände

Die Händedesinfektion in der Pflege dauert in der Regel 30 Sekunden und sollte immer nach einem festen Ablauf erfolgen: 

  1. Eine ausreichende Menge Desinfektionsmittel entnehmen – etwa 3 ml (ein Teelöffel).
  2. Flüssigkeit auf beide Handflächen geben und gleichmäßig verteilen.
  3. Handflächen gegeneinander reiben, bis sie vollständig bedeckt sind.
  4. Handrücken beider Hände sorgfältig einreiben.
  5. Fingerzwischenräume und Daumen nicht vergessen.
  6. Fingerspitzen und Nagelbetten besonders gut benetzen, da sich dort viele Keime sammeln.
  7. Handgelenke einbeziehen und vollständig desinfizieren.
  8. Reiben, bis die Hände vollständig trocken sind – kein Abtrocknen mit einem Tuch!


Nur wenn alle Bereiche der Hände benetzt und die Einwirkzeit eingehalten werden, kann das Mittel seine volle Wirkung entfalten. Handschmuck wie Ringe, Uhren oder Armbänder sollte während der Pflege grundsätzlich abgelegt werden, da sich darunter Keime besonders leicht festsetzen. 

 

Praktische Tipps für die Händedesinfektion im Pflegealltag 

Die konsequente Händedesinfektion in der Pflege lässt sich im Alltag leicht integrieren, wenn einige einfache Maßnahmen beachtet werden. Wichtig ist vor allem, dass Desinfektionsmittel immer griffbereit sind. Idealerweise wird in jedem Raum, in dem pflegerische Tätigkeiten stattfinden, ein Spender aufgestellt – beispielsweise im Bad, am Pflegebett oder in der Küche. Mobile Desinfektionsflaschen eignen sich für unterwegs oder beim Einkaufen. 

Auch die Hautpflege sollte nicht vernachlässigt werden. Häufiges Desinfizieren kann die Haut austrocknen, weshalb rückfettende Pflegelotionen wichtig sind. Am besten werden diese abends angewendet, um die Regeneration der Haut zu unterstützen. Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, ein besonders hautfreundliches Desinfektionsmittel zu wählen, das zusätzlich pflegende Inhaltsstoffe enthält. 

Um die Motivation hochzuhalten, kann es helfen, feste Routinen zu schaffen. Wenn die Händedesinfektion in der Pflege automatisch in den Ablauf integriert wird, wird sie schnell zur Selbstverständlichkeit. Manche Angehörige markieren die wichtigsten Desinfektionspunkte mit kleinen Erinnerungszetteln, um sich selbst an regelmäßige Anwendung zu erinnern. 

Darüber hinaus sollten pflegende Angehörige darauf achten, dass auch andere Familienmitglieder, Besucher oder ambulante Pflegekräfte die Händedesinfektion einhalten. Gerade im privaten Umfeld unterschätzen viele das Risiko einer Keimübertragung. Eine offene Kommunikation und gemeinsames Hygieneverständnis tragen wesentlich dazu bei, Infektionsketten zu vermeiden. 

Ein weiterer Tipp: Wenn in der häuslichen Pflege mehrere Personen beteiligt sind, sollte für jeden eine eigene Flasche Desinfektionsmittel bereitstehen. So wird das Risiko verringert, dass Flaschen von außen verunreinigt werden. Auch die regelmäßige Reinigung der Desinfektionsspender gehört zur Hygieneroutine. 

 

Häufige Fehler bei der Händedesinfektion in der Pflege 

Trotz guter Absicht werden bei der Händedesinfektion in der Pflege oft typische Fehler gemacht. Diese können die Schutzwirkung erheblich verringern und sowohl bei den pflegebedürftig Betroffenen als auch pflegenden Angehörigen das Risiko für Infektionen erhöhen. Die häufigsten sind: 

  • Zu kurze Einwirkzeit: Wenn die Hände nicht lange genug eingerieben werden, bleibt ein Teil der Keime aktiv.
  • Nicht alle Flächen benetzt: Besonders Daumen, Fingerspitzen und Handrücken werden oft vergessen.
  • Abwischen oder Abtrocknen: Das Desinfektionsmittel muss vollständig verdunsten, um zu wirken.
  • Verwendung ungeeigneter Produkte: Nicht jedes Desinfektionsmittel ist für die Haut geeignet – Mittel für Flächen dürfen niemals zur Händedesinfektion verwendet werden, da die Wirkung der Desinfektion abweichen kann.
  • Auftragen auf nasse oder schmutzige Hände: Feuchtigkeit oder Schmutz vermindern die Wirksamkeit des Mittels.

Wer diese Punkte beachtet, trägt entscheidend zu einer sicheren und hygienischen Pflegesituation bei. 

 

Händedesinfektion in der Pflege schützt Leben 

Die Händedesinfektion in der Pflege ist weit mehr als eine Routine – sie ist ein zentraler Bestandteil der Infektionsprävention. Durch die richtige Anwendung lassen sich zahlreiche Krankheiten vermeiden, die sowohl Pflegebedürftige als auch Angehörige gefährden können. Schon wenige Sekunden konsequenter Hygienemaßnahmen täglich machen einen enormen Unterschied. Für pflegende Angehörige ist es daher wichtig, die Bedeutung der Händedesinfektion zu verstehen, hochwertige Desinfektionsmittel zu verwenden und die Anwendung regelmäßig zu wiederholen. Wenn diese Maßnahme selbstverständlich in den Pflegealltag integriert wird, trägt sie entscheidend zu einem sicheren, gesunden und respektvollen Umgang mit pflegebedürftigen Menschen bei. 

Häufige Fragen

Warum ist Händedesinfektion in der Pflege so wichtig?

Wann sollte man in der Pflege die Hände desinfizieren? 

Warum darf Flächendesinfektion nicht für die Desinfektion Hände verwendet werden?

Wie führt man die Händedesinfektion in der Pflege richtig durch? 

Reicht Händewaschen statt Desinfektion aus? 

Welche Desinfektionsmittel eignen sich für den Pflegealltag zu Hause? 

Kann häufige Händedesinfektion die Haut schädigen? 

Was tun, wenn die Hände sichtbar verschmutzt sind? 

Wie unterscheiden sich Händewaschen und Händedesinfektion in ihrer Wirkung? 

Müssen Besucher in der häuslichen Pflege ihre Hände desinfizieren? 

Welche Fehler passieren bei der Händedesinfektion am häufigsten? 

Wie kann man Händedesinfektion in den Pflegealltag integrieren? 

Was ist bei der Aufbewahrung von Desinfektionsmitteln zu beachten? 

Wie lange wirkt ein Händedesinfektionsmittel nach der Anwendung? 

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